Donnerstag, 07 Juni 2018 10:42

Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld auf Bundesebene wurde vom Bundesverfassungsgericht mit Urteil 1 BvF 2/13 vom 21. Juli 2015 für mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unvereinbar (verfassungswidrig) und daher nichtig erklärt. Die Karlsruher Verfassungsrichter haben erklärt, dass die Kompetenz zur Einführung eines Betreuungsgeldes nicht beim Bund liege. Aus diesem Grunde sind die §§ 4a – 4d BEEG, die einen Anspruch auf Betreuungsgeld regeln, nichtig. Damit hat der Bund ein Budget von 900 Millionen Euro, die mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts „frei“ werden.

Nun müssen die Länder entscheiden, ob sie das Betreuungsgeld weiter zahlen oder nicht. Einen generellen Anspruch auf Bundesebene, wie beispielsweise beim Kindergeld, gibt es nicht mehr. Betroffene müssen sich in ihren Bundesländern erkundigen, ob ein Landeserziehungsgeld gezahlt wird, wie beispielsweise in Bayern, Sachsen und Thüringen.

Was passiert mit laufenden Betreuungsgeld Verfahren?

Die Verfassungsgrichter haben keine Übergangsfrist genannt, so dass davon auszugehen ist, dass bereits bewilligte Leistungen wohl bis zum Ende weitergezahlt werden. Bei eingereichten Anträgen, die noch nicht genehmigt wurde, ist allerdings davon auszugehen, dass diese nicht mehr bewilligt werden.

Alle nachfolgenden Informationen sind aufgrund Nichtigkeit des Gesetzes ab dem 21.07.2015 ungültig und dienen nur der reinen Information und Archivierung!

Das Betreuungsgeld wurde zum 01.08.2013 eingeführt. Seit den ersten Gesprächen darüber und weiteren Verhandlungen hat diese Sozialleistung des Bundes eine Menge Kritik und Gegenwind geerntet, gar von „Herdprämie“ oder „Hausfrauengehalt“ war die Rede. Dennoch konnte sich die Leistung durchsetzen und tritt mit seiner Regelung im Betreuungsgeldgesetz zum 01. August 2013 in Kraft.

Mit der Einführung verfolgt die Bundesregierung das Ziel, Eltern die Wahl zu geben, ob sie ihre Kinder privat zu Hause betreuen möchten oder in die Obhut einer öffentlich geförderte Kindertagesstätte oder Tagesmutter geben. Der Gesetzgeber spricht von einer „Anerkennungs- und Unterstützungsleistung“ für Eltern, die sich auf die verschiedenen Erziehungsaufgaben ihrer Kleinkinder im privaten Umfeld oder innerhalb der Familie besinnen.

Voraussetzung ist, dass die Eltern keinen Gebrauch vom Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nach § 24 Abs. 2 SGB XIII machen.

Wer hat Anspruch?

Die Anspruchsvoraussetzungen sind im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz geregelt. Eltern mit einem Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, deren Kinder nach dem 31.07.2012 geboren wurden, können die Leistungen beantragen. Eine deutsche Staatsangehörigkeit ist keine Grundvoraussetzung, denn ebenfalls sind freizügigkeitsberechtigte Ausländer der EU/ Schweiz bezugsberechtigt. Nicht freizügigkeitsberechtugte Ausländer können Leistungen beanspruchen, wenn sie über eine Aufenthaltsgenehmigung oder Niederlassungserlaubnis verfügen, die zur Erwerbstätigkeit berechtigt.

Neben leiblichen Kindern besteht auch ein Betreuungsgeld-Anspruch für Adoptivkinder sowie für die Zeit der Adoptionspflege. Auch Nicht-Eltern bzw. Verwandte bis zum dritte Grad (Großeltern, Tanten/ Onkel etc.) können einen Anspruch haben, sofern sie für das Kind sorgen.

Härtefall

Hierbei handelt es sich allerdings um einen Härtefall, z.B. wegen schwerer Krankheit der Eltern. In solchen Härtefällen kann auch Betreuungsgeld ausnahmsweise bezogen werden, wenn für das Kind maximal 20 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt die frühkindliche Förderung in Tageseinrichtungen oder in Kindertagespflege  in Anspruch genommen wird.

Bezugsdauer

Betreuungsgeld steht für Kinder ab dem 15. Lebensmonat bis zum 36. Lebensmonat zu. Das Höchstalter beträgt somit drei Jahre bzw. die maximale Förderung 22 Monate. Die Bezugsdauer beginnt dabei nicht am ersten des Monats, in dem das Kind den 15. Lebensmonat vollendet sondern mit dem Tag. Wurde das Kind am 13. September 2012 geboren, so beginnt der Anspruch am 13. Oktober 2013 und endet am 13. August 2015.

Elterngeldmonate aufbrauchen

Die Bezugsdauer ab dem 15. Lebensmonat richtet sich nach dem Bezug des Elterngeldes. Bevor Betreuungsgeld beantragt wird, müssen die Elterngeldmonate aufgebracht werden und hier liegt eben die Höchstdauer bei 14 Monaten (Partnermonate, Alleinerziehende). Wird das Elterngeld vorher verbraucht, weil die Eltern das Elterngeld parallel beziehen, z.B. nur sieben Monate, so entsteht der Betreuungsgeld-Anspruch bereits ab dem achten Monat, wird dennoch aber nur maximal 22 Monate gezahlt.

Erwerbstätigkeit
Dass die Eltern zur Betreuung der Kinder selbst zu Hause bleiben, ist nicht erforderlich. Eine Erwerbstätigkeit, weder Teilzeit noch Vollzeit, haben keinen Einfluss auf den Betreuungsgeld-Anspruch. Ausschlaggebend ist lediglich, dass keine öffentlich geförderte Tagesmutter oder Kindertagesstätte in Anspruch genommen wird. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn bei Erwerbstätigkeit die Kindesbetreuung durch Großeltern, ältere Geschwister, Babysitter, private Tagesmutter, Au-Pair etc. übernommen wird.
 Wie auch schon beim Elterngeld, sind Spitzenverdiener vom Betreuungsgeld ausgenommen. Das gilt für ein Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes von 250.000 € bei Alleinerziehenden und 500.000 € bei Ehepaaren.

Höhe des Betreuungsgeldes

Das Betreuungsgeld wird in seiner Höhe als pauschale Geldleistung gezahlt, die unabhängig vom Alter des Kindes ist. So erhalten Eltern monatlich ab

  • 01.08.2013: 100 €
  • 01.08.2014: 150 €
Der monatliche Betrag steht jedem Kind zu, welches anspruchsberechtigt ist. Bei Mehrlingen bzw. Geschwistern erhöht sich der Betrag entsprechend, so dass z. B. bei Zwillingen monatlich ab 01. August 2013 200 € gezahlt werden, ein Jahr darauf dann 300 €. Es kommt lediglich darauf an, dass für das Kind, für welches Betreuungsgeld bezogen wird, keine öffentlich bereit gestellte Kinderbetreuung in Anspruch genommen wird.
 
Zusätzlich 15 € Bonus monatlich
Ein Ergänzungsgesetz zum Betreuungsgeld sieht vor, dass für jeden Monat des Bezuges 15 € zusätzlich beantragt werden können, wenn Eltern für ihre Kinder privat vorsorgen. Dieses sog. Bildungssparen kann sowohl in die spätere Ausbildung bzw. Studium der Kinder als auch in die private Altersvorsorge fließen. Voraussetzung ist, dass auch tatsächlich zweckgebunden angespart wird und entsprechende Verträge mit einer Bank oder einer Versicherung vorliegen. Mit dem Ergänzungsgesetz wird sich der Bundesrat voraussichtlich Ende September 2013 befassen.
 
Betreuungsgeld Antrag
Da es sich beim Betreuungsgeld um eine Sozialleistung handelt, setzt diese einen schriftlichen Antrag voraus. Es gilt zu beachten, dass der Antrag frühzeitig gestellt wird, da das Betreuungsgeld nur höchstens drei Monate rückwirkend gezahlt wird. Bei der Antragstellung wird entweder die Geburtsurkunde des Kindes im Original oder ein Aktenzeichen über bereits erhaltenes Elterngeld benötigt.
 
Anspruchsberechtigte können das Betreuungsgeld bei den entsprechenden Stellen der Stadt, die auch in der Regel für das Elterngeld zuständig sind, beantragen – dort liegen auch entsprechende Antragsformulare bereit oder sind im Internet als PDF Download verfügbar.
 
Betreuungsgeldstellen und Antrag-Download
Bitte keine Anträge mehr ausfüllen und einreichen! Das Betreuungsgeld wurde mit Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 21.07.2015 für grundgesetzwidrig befunden und für nichtig erklärt. Die bestehenden Formulare dienen nur noch der Information und der Archivierung!
 
Die entsprechenden Betreuunggeldstellen bzw. Verweise finden Sie zusammen mit einem Download-Link des Antrags, indem Sie in der unten aufgeführten Liste auf Ihr Bundesland klicken.
Publiziert in Kindergeld
Donnerstag, 07 Juni 2018 10:20

Kinderfreibetrag 2018 / 2017 / 2016

Kindergeld und Kinderfreibetrag sind eng miteinander gekoppelt und von staatlicher Seite aus eine Unterstützung für Familien, um den Grundbedarf der Kinder zu decken. Dabei gilt, entweder Kindergeld ODER Kinderfreibetrag, beides zusammen ist nicht möglich.

Ob nun das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für Steuerpflichtige vorteilhafter ist, ermittelt das Finanzamt automatisch bei der jährlichen Berechnung der Einkommensteuer (Veranlagung) im Rahmen einer Günstigerprüfung. Eltern müssen den Kinderfreibetrag also nicht gesondert beantragen. Letztmalig wurden der Kinderfreibetrag und das Kindergeld in 2016 angehoben.

Kindergeld

Das Kindergeld ist ein Betrag, der Eltern monatlich überwiesen wird und der nicht der Einkommensteuer unterliegt, also nicht versteuert werden muss. Der Anspruch auf Kindergeld entsteht im Geburtsmonat des Kindes und die Höhe richtet sich dabei nach der Anzahl der Kinder:

 01.01.201801.01.201701.01.2016
1. und 2. Kind 194 Euro 192 Euro 190 Euro
3. Kind 200 Euro 198 Euro 196 Euro
ab 4. Kind 225 Euro 223 Euro 221 Euro
Kindergeldrechner »
 

Das Kindergeld wurde in 2015 um 4 Euro je Kind angehoben. Im Jahr 2016 stieg es um weitere 2 Euro und erhöhte sich jeweils zum 01.01.2017 sowie zum 01.01.2018 erneut um 2 Euro je Kind.

Kinderfreibetrag

Im Gegensatz zum Kindergeld wird der Kinderfreibetrag nicht ausgezahlt sondern ist ein Freibetrag, der vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen wird und sich bei der Berechnung der Einkommensteuer steuermindernd auswirkt. Die monatlichen Kindergeldzahlungen können dabei als Vorausleistungen auf den Kinderfreibetrag zum Jahresende betrachtet werden.

Analog zum Grundfreibetrag, der Einkommen von Erwachsenen steuerfrei stellt und das Existenzminimum sicherstellen soll, wird für Kinder der Kinderfreibetrag (§ 32 Abs. 6 EStG) gewährt, der den Grundbedarf des Kindes decken soll.

Anspruch auf Kinderfreibetrag

Der Anspruch auf den Kinderfreibetrag entsteht im Geburtsmonat des Kindes und hat so lange Bestand, wie auch der Kindergeldanspruch besteht. Allgemein gilt:

  • bis zum 18. Lebensjahr
  • bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich das Kind noch in Ausbildung oder Studium befindet
  • auch über das 25. Lebensjahr hinaus, wenn das Kind behindert ist und außerstande, sich selbst zu unterhalten

Höhe des Kinderfreibetrages

Nachdem berichtet wurde, dass der Bund ein Jahr früher als geplant ohne neue Schulden auskommt, besteht Raum für eine Erhöhung. Auf Grundlage des 10. Existenzminimum-Berichts vom 30. Januar 2015 hatte das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Anhebung des Kinderfreibetrages, Kindergeldes sowie des Kinderzuschlags beschlossen. Bis zum Jahr 2018 ergeben sich folgende Werte für den Kinderfreibetrag, nachdem es in den vergangenen Jahren zahlreiche Erhöhungen gegeben hatte:

2018201720162015bis 2014
7.428 EUR 7.356 EUR 7.248 EUR 7.152 EUR 7.008 EUR

Aktuell beträgt dieser in der Summe 7.428 Euro jährlich je Kind für beide Elternteile und setzt sich zusammen aus

  • 2.640 Euro für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf (bleibt zunächst unverändert)
  • 4.788 Euro für das sächliche Existenzminimum des Kindes

Bei getrennten Elternteilen wird der halbe Kinderfreibetrag angesetzt: ab 01.01.2018 sind das 3.714 Euro (3.678 Euro bis 2017).

Diese Beträge werden vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen, so dass sich eine neue, reduzierte Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Einkommensteuer ergibt.

Anteilige Berechnung im Geburtsjahr des Kindes

Wird ein Kind nicht im Januar sondern etwa im Mai geboren, so wird im Geburtsjahr der Kinderfreibetrag anteilig gewährt.

Am Beispiel Mai besteht der Kindergeldanspruch für acht Monate des Jahres, so dass auch der Kinderfreibetrag nur für acht Monate berechnet wird: 7.428 / 12 x 8 =  4.952 Euro.

Kinderfreibetrag übertragen

In einigen Fällen kann der halbe Kinderfreibetrag von 3.714 Euro (3.678 Euro bis 2017) auf den anderen Elternteil übertragen werden, so dass bei einem Steuerpflichtigen die vollen 7.428 Euro (7.356 Euro bis 2017) angerechnet werden. Das ist dann der Fall, wenn die Eltern getrennt leben oder geschieden sind und ein Elternteil seine Unterhaltspflichten nicht erfüllt oder aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit keine Unterhaltspflicht (§ 1603 BGB) gegeben ist. Mehr zum Thema Unterhaltspflicht lesen Sie auf www.unterhalt.net und können die Höhe des Unterhalts mit dem Unterhaltsrechner auf http://www.unterhalt.net/unterhaltsrechner.html berechnen.

Kinderfreibetrag oder Kindergeld – Günstigerprüfung

Ob die Kindergeldzahlungen oder der Kinderfreibetrag für Steuerpflichtige vorteilhafter ist, prüft das Finanzamt automatisch im Rahmen einer Günstigerprüfung. Im erster Schritt wird dazu die Einkommensteuer auf das zuvor ermittelte zu versteuernde Einkommenberechnet. Anschließend wird das zu versteuernde Einkommen um den Kinderfreibetrag vermindert und die Einkommensteuer aufgrund der neuen Bemessungsgrundlage erneut ermittelt. Erst wenn bei beiden Berechnungen die Differenz der Einkommensteuer die Höhe des Kindergeldes übersteigt, ergibt sich ein Steuervorteil. Die Grenzen sind:

  • 2.328 Euro bei Verheirateten (194 Euro Kindergeld x 12 Monate; 2.304 Euro für 2017
  • 1.164 Euro bei getrennt lebenden Elternteilen (das Kindergeld wird nur zur Hälfte berücksichtigt)
Das Kindergeld wird in jedem Fall auf den Steuervorteil aus dem Kinderfreibetrag angerechnet. Daher ist es wichtig, dass ein Kindergeldantrag gestellt wird, auch wenn man von vornherein weiß, dass der Kinderfreibetrag sich günstiger auswirkt.

Berechnungsbeispiele nach dem Einkommensteuertarif 2017

Die nachfolgenden Beispiele werden mit den Werten für Kindergeld und Kindefreibetrag noch nach der Rechtslage 2017 gerechnet, da die Veranlagung zur Einkommensteuer für das Jahr 2018 erst im Jahr 2019 durchgeführt wird. Zum Jahreswechsel 2018/ 2019 werden die Werte entsprechend angepasst.

Berechnungsbeispiel 1: verheiratete Eltern mit einem Kind (nach Splittingtabelle)

 ohne Kinderfreibetragmit Kinderfreibetrag
1.) zu versteuerndes Einkommen 24.000 EUR 24.000 EUR
  Kinderfreibetrag   ./. 7.428 EUR
  Bemessungsgrundlage 24.000 EUR 16.572 EUR
  Einkommensteuer 1.094 EUR 0 EUR
  Differenz Einkommensteuer   1.094 EUR
  Vorteil: Kindergeld um 1.210 Euro höher (2.304 ./. 1.094)
 
2.) zu versteuerndes Einkommen 48.000 EUR 48.000 EUR
  Kinderfreibetrag   ./. 7.428 EUR
  Bemessungsgrundlage 48.000 EUR 40.572 EUR
  Einkommensteuer 7.252 EUR 5.192 EUR
  Differenz Einkommensteuer   2.060 EUR
  Vorteil: Kindergeld um 244 Euro höher (2.304 ./. 2.060)
 
3.) zu versteuerndes Einkommen 72.000 EUR 72.000 EUR
  Kinderfreibetrag   ./. 7.428 EUR
  Bemessungsgrundlage 72.000 EUR 64.752 EUR
  Einkommensteuer 14.748 EUR 12.290 EUR
  Differenz Einkommensteuer   2.458 EUR
  Vorteil: Kinderfreibetrag um 154 Euro höhere Steuerersparnis (2.304 ./. 2.458)
Bei Verheirateten ergibt sich erst ab einem zu versteuerndem Einkommen von ca. 64.000 Euro ein Steuervorteil durch den Kinderfreibetrag gegenüber dem gezahlten Kindergeld.
 

Berechnungsbeispiel 2: lediger Elternteil mit einem Kind (nach Grundtabelle)

 ohne Kinderfreibetragmit Kinderfreibetrag
1.) zu versteuerndes Einkommen 24.000 EUR 24.000 EUR
  1/2 Kinderfreibetrag   ./. 3.714 EUR
  Bemessungsgrundlage 24.000 EUR 20.286 EUR
  Einkommensteuer 3.626 EUR 2.596 EUR
  Differenz Einkommensteuer   1.030 EUR
  Vorteil: Kindergeld um 122 Euro höher (1.152 ./. 1.030)
 
2.) zu versteuerndes Einkommen 48.000 EUR 48.000 EUR
  1/2 Kinderfreibetrag   ./. 3.714 EUR
  Bemessungsgrundlage 48.000 EUR 44.286 EUR
  Einkommensteuer 11.766 EUR 10.338 EUR
  Differenz Einkommensteuer   1.428 EUR
  Vorteil: Kinderfreibetrag um 276 Euro höhere Steuerersparnis (1.152 ./. 1.428)
 
3.) zu versteuerndes Einkommen 72.000 EUR 72.000 EUR
  1/2 Kinderfreibetrag   ./. 3.714 EUR
  Bemessungsgrundlage 72.000 EUR 68.286 EUR
  Einkommensteuer 21.764 EUR 20.204 EUR
  Differenz Einkommensteuer   1.560 EUR
  Vorteil: Kinderfreibetrag um 408 Euro höhere Steuerersparnis (1.152 ./. 1.560)
Bei Alleinstehenden ergibt sich erst ab einem zu versteuerndem Einkommen von ca. 34.000 Euro ein Steuervorteil durch den Kinderfreibetrag gegenüber dem gezahlten Kindergeld.

Publiziert in Kindergeld
Donnerstag, 07 Juni 2018 08:04

Meldepflichten beim Kindergeld

Änderungen in den der Bewilligung von Kindergeld zugrunde liegenden Verhältnissen sind der Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. Es gelten die besonderen Mitwirkungspflichten aus § 68 EStG, deren Verletzung nicht nur die Rückforderung von zu Unrecht erbrachten Leistungen nach sich ziehen, sondern unter Umständen auch zu Geldbußen nach dem Ordnungswidrigkeitsgesetz oder gar zu strafrechtlichen Konsequenzen führen kann.

Der Familienkasse sind mitzuteilen

  • die Aufnahme einer Tätigkeit im Ausland
  • die Entsendung durch einen deutschen Arbeitgeber zu einer Tätigkeit im Ausland
  • der Wegzug ins Ausland
  • die Übernahme einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst
  • der Bezug anderweitiger kindbezogener Leistungen
  • die dauerhafte Trennung oder die Scheidung bezugsberechtigter Eltern
  • das Versterben eines Kindes
  • das Verlassen des Haushalts durch einen Bezugsberechtigten oder ein Kind

Meldepflichten bei volljährigen Kindern

Besondere Mitteilungspflichten obliegen den Berechtigten auch, wenn für ein über 18 Jahre altes Kind (Kindergeld für volljährige Kinder) Leistungen bezogen werden. Die Familienkasse ist in diesen Fällen zu informieren über folgende Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen des Kindes

  • erstmalige Bezüge oder Einkünfte
  • Erhöhung des bisherigen Einkommens
  • Änderungen, Unterbrechungen oder Beendigungen in Schul- und Berufsausbildung oder Studium
  • Aufnahme einer Schul-/Berufsausbildung, eines Studiums oder einer Erwerbstätigkeit, wenn bisher auf Arbeitssuche oder ohne Ausbildungsplatz (Kindergeld in Ausbildung)
  • Änderungen im Familienstand oder Eintritt von Schwangerschaft

Meldung alle drei Monate bei Arbeitslosigkeit

Ist das volljährige Kind arbeitslos, besteht ein Kindergeldanspruch bis zum 21. Lebensjahr, sofern das Kind bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldet ist. Kann das volljährige Kind eine Berufsausbildung mangels eines Ausbildungsplatzes nicht beginnen, so besteht der Kindergeldanspruch bis zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind bei der Agentur für Arbeit als „Ausbildungsplatz suchend“ gemeldet ist. Diese Meldung bei der Agentur für Arbeit gilt jeweils nur für drei Monate und muss daher alle drei Monate erneuert werden (BFH III R 66/05 und III R 68/05 vom 19.06.2008).

Überprüfung fortbestehender Anspruchsvoraussetzungen

Die Familienkassen sind befugt, die Leistungsvoraussetzungen für den Kindergeldanspruch fortlaufend zu überprüfen (§ 69 EStG). Das Gesetz gewährt den Familienkassen im Rahmen dieser Aufgabe insbesondere den Zugriff auf melderechtlich relevanten Daten, soweit dies zur Prüfung der Rechtmäßigkeit des Kindergeldbezugs erforderlich ist. Dabei kann zum Beispiel geprüft werden, ob

  • ein Bezugsberechtigter sich noch im Inland aufhält
  • ein Kind, für das Leistungen bezogen wird, noch im Hauhalt des Berechtigten lebt
  • die angegebene Ausbildung des Kindes noch andauert
  • die angegebenen Einkommensverhältnisse des Kindes sich geändert haben
Die erforderlichen Vorlagen für die Mitteilungen an die Familienkasse ab 2018 finden Sie hier:

Kindergeld Formulare

Publiziert in Kindergeld
Donnerstag, 07 Juni 2018 07:52

Zählkinder bei der Kindergeld Berechnung

Was versteht man unter dem Begriff „Zählkinder“?

Als Zählkinder bezeichnet man bei der Festsetzung des Kindergeldes Kinder aus einer anderen Beziehung, die bei einem Elternteil zu berücksichtigen sind, ohne dass dieser das Kindergeld hierfür erhält. Zählkinder haben die Wirkung, dass jüngere (Halb-) Geschwister in der Kindergeldhöhe aufrutschen, da das Kindergeld nach Anzahl und Alter der Kinder gestaffelt ist.

Ein Kind, für das ein Elternteil einen Kindergeldanspruchhat, wird als Zählkind bezeichnet. Der Vorteil liegt also darin, dass ein höheres Kindergeld ausgezahlt wird, da die Anzahl der Kinder rechnerisch höher gesetzt wird. Dieser Vorteil gilt aber nur bei einer entsprechenden Anzahl von Kindern und beschränkt sich auf höchstens vier Kinder.

Der Zählkindvorteil kann wegen Verletzung der Unterhaltspflicht nicht an das Zählkind abgezweigt werden. Auch kann das Kindergeld für Zählkinder nicht gepfändet werden.

Kindergeld erhält immer das Elternteil, bei dem das Kind überwiegend lebt. Kindergeld ist nicht zwischen den Eltern teilbar. Die Reihenfolge der berücksichtigten Kinder bei den Kindergeldberechtigten ergibt sich aus der Geburtenfolge.

Beispiel:

Ein Paar hat drei gemeinsame Kinder. Eine weitere Tochter des Mannes lebt bei ihrer
leiblichen Mutter und deren neuen Partner. Die Mutter ist somit berechtigt und kann den Kindergeldantrag stellen.

Beantragt nun der Mann das Kindergeld für die drei gemeinsamen Kinder, zählt in der Berechnung auch die Tochter als erstes Kind mit. Dadurch erhält er für die drei anderen Kinder 619,00 Euro (194 € + 200 € + 225 €). Der Mann profitiert also von einem höheren Betrag durch die Staffelung des Kindergeldes.

Das älteste Kind zählt immer als erstes Kind, solange es Anspruch auf Kindergeld hat.

Fällt das Kindergeld für das erste Kind weg, verringert sich der Betrag des Kindergeldes aufgrund der Staffelung.

Nutzen Sie den Kindergeldrechner, um die Höhe des Kindergeldes zu berechnen.

Zusammenhang von „Zählkindern“ und Unterhaltszahlung

Bei Trennung oder Scheidung haben minderjährige Kinder sowie in Ausbildung stehende Volljährige ein Recht auf Unterhalt. Auch wenn sie noch zur Schule gehen oder in der Ausbildung sind haben sie einen Anspruch auf Unterhaltsleistungen.

Ein Zählkindvorteil steht mit der Anrechnung des Kindergeldes im Kindesunterhalt im Zusammenhang. Der Anspruch auf Unterhalt verringert sich um den halben Kinderfreibetrag. Der Zählkindvorteil kann bei der Berechnung des Unterhaltes keine Anwendung finden.

Werden Zählkinder beim Kinderfreibetrag berücksichtigt?

Aufgrund einer Günstigerprüfung durch das Finanzamt erhalten Eltern für ihre Kinder entweder Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag. Dieser lohnt sich jedoch nur bei Besserverdienenden. Hier liegt der Freibetrag pro Kind bei 4.788 Euro für das Jahr 2018 (4.716 Euro in 2017). Hinzu kommt noch ein Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf in Höhe von 2.640 Euro, so dass sich die Gesamtsumme bei zusammen veranlagten Eltern auf 7.428 Euro beläuft. Bei getrennter Veranlagung erhalten Eltern jeweils 3.714 Euro.

Bei Geltendmachung des Freibetrages im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung ergibt sich der Vorteil durch Zählkinder aber nicht, da Kinderfreibeträge immer konstant sind.

Letzte Aktualisierung: 26.03.2018

 
Publiziert in Kindergeld
Sonntag, 26 November 2017 10:00

Kindergeld für volljährige Kinder

Im Gegensatz zu minderjährigen Kindern, für die die Familienkasse das Kindergeld bis zum 18. Geburtstag ohne jede Bedingung zahlt, gilt es für volljährige Kinder einige Bedingungen zu erfüllen, um weiterhin Anspruch auf Kindergeld zu haben. Kommt dem Kind das Kindergeld nicht zugute, da die Eltern ihre Unterhaltspflicht nicht oder nicht ausreichend erfüllen, kann das Kind einen Abzweigungsantrag auf Kindergeld stellen.

Ausbildungsstatus

Ob ein volljähriges Kind Anspruch auf Kindergeldzahlung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres hat, wird nicht mehr durch das Einkommen entschieden, sondern über den Ausbildungsstatus.
 

Keine abgeschlossene Berufsausbildung/kein abgeschlossenes Studium

Volljährige Kinder, die weder Berufsausbildung noch Studium absolviert haben, erhalten Kindergeld:

  • während der Wartezeit (nicht länger als vier Monate) auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz
  • in der Zeit der ersten Berufsausbildung bzw. während des Erststudiums
  • während der Überbrückungszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

In diesem Fall ist es bedeutungslos, wie viel die Kinder arbeiten bzw. wie viel sie verdienen.

Abgeschlossene Berufsausbildung/abgeschlossenes Studium

Volljährige Kinder, die schon eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben, und

  • auf einen zweiten Ausbildungs- oder Studienplatz warten
  • einer zweiten Ausbildung bzw. einem zweiten Studium nachgehen
  • die Zeit zwischen zwei Ausbildungen überbrücken

haben nur dann Anspruch auf Kindergeld, wenn die Beschäftigung, der sie nachgehen, als unschädlich zu bezeichnen ist.

Unschädliche Erwerbstätigkeit

Die Familienkasse klassifiziert eine Beschäftigung dann als unschädlich,

  • wenn die Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses ausgeübt wird (Ausbildungsmaßnahme muss allerdings Gegenstand des Dienstverhältnisses sein)
  • wenn es sich bei der Erwerbstätigkeit um eine geringfügige Beschäftigung handelt (Mini-Job bzw. 450-Euro-Job; grundsätzlich ist hier die Einstufung des Arbeitgebers maßgeblich)
  • wenn die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit insgesamt nicht mehr als 20 Stunden beträgt (hierbei zählt stets die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit)
    • Wird die Beschäftigung nur vorübergehend (nicht mehr als zwei Monate am Stück) ausgeweitet, ist das nicht problematisch, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit während des gesamten Berücksichtigungszeitraums im Kalenderjahr nicht mehr als 20 Stunden beträgt.

Kind befindet sich in Ausbildung/Studium

Damit ein Kind, dass sich in der Berufsausbildung oder im Studium befindet, in der Altersphase zwischen 18 und 25 Kindergeld erhält, muss die Ausbildung bzw. das Studium zielführend für den späteren Beruf sein.

Die Kindergeldzahlung erlischt bei Ausbildung oder Studium spätestens in dem Monat, in dem das offizielle Prüfungsergebnis schriftlich mitgeteilt wird – auch wenn der Ausbildungsvertrag diesen Zeitpunkt überdauert oder das Kind noch immer als Student immatrikuliert ist.

Ausführlichere Informationen zum Thema – vor allem zur Differenzierung von Erst- und Zweitausbildung – gibt es unter Kindergeld in Ausbildung.

Anerkannte Schulformen

Die Familienkasse erkennt folgende Schulformen zur Ausbildung/zum Studium an:

  • Allgemeinbildende Schule
  • Fachoberschule
  • Berufskolleg/Berufsfachschule
  • Berufsakademie
  • Hochschule/Universität
  • Fachhochschule
  • Betriebliche Ausbildung
Falls es innerhalb der Ausbildung/während des Studiums aus Krankheitsgründen oder wegen Mutterschaft zu Unterbrechungen kommt, bleibt der Anspruch auf Kindergeld dennoch bestehen. Nicht zulässig sind allerdings Unterbrechungszeiten, die der Kinderbetreuung nach Ende des Mutterschutzes dienen – Stichwort Elternzeit.

Übergangszeit nach dem Schulabschluss

Zwischen dem Schulabschluss und einer anschließenden Berufsausbildung besteht weiterhin Kindergeldanspruch, jedoch nur für einen Zeitraum über vier Monate. Diese Übergangsregelung gilt für die Zeit zwischen Schulabschluss und

  • Lehre/Berufsausbildung
  • Studium
  • Wehr- bzw. Zivildienst (zum 01.07.2011 ausgelaufen) oder einem entsprechenden Ersatzdienst
  • Europäischem Freiwilligendienst oder Auslandsdienst nach dem Zivildienstgesetz
  • einem Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr

Egal welchen beruflichen Weg das Kind einschlägt: Werden Dienst, Berufsausbildung oder Studium nicht angetreten/begonnen, erlischt der Kindergeldanspruch.

Kindergeld trotz fehlendem Ausbildungsplatz

Auch ein Kind, das in keinem Ausbildungsverhältnis steht, hat zwischen 18 und 25 Anspruch auf Kindergeld: jedoch nur, wenn es aufgrund von Erfolglosigkeit keine Ausbildung zum ehesten Zeitpunkt antreten kann. Vorausgesetzt wird hier, dass das Kind sich ernsthaft um eine Ausbildungsstelle bemüht hat. Die Erfolglosigkeit muss nachweisbar sein; dies kann beispielsweise durch das Vorlegen der erfolgten Bewerbungen geschehen. Ist das Kind bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit/beim Jobcenter als Bewerber um eine Ausbildungsstelle/für Bildungsmaßnahmen registriert, zählt dies als ausreichender Beleg.

Kindergeld trotz Arbeitslosigkeit

Wenn das Kind bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim Jobcenter als arbeitssuchend registriert ist, hat es bis zu seinem 21. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld.

  • Der Kindergeldanspruch besteht auch dann weiter, wenn sich das Kind mit einem Mini-Job (bis 450 Euro pro Monat) etwas dazuverdient.
  • Falls das Kind seinen Grundwehrdienst, Zivildienst oder einen vergleichbaren Dienst abgeleistet hat, wird das Kindergeld für den betreffenden Zeitraum auch über den 21. Geburtstag hinaus gewährt.
  • Wichtig: Das Kind muss sich alle drei Monate bei der Bundesagentur für Arbeit als weiterhin arbeitssuchend/ausbildungssuchend melden, weil der Kindergeldanspruch andernfalls keinen Fortbestand hat (BFH vom 19.06.2008, Az.: III R 66/05 und III R 68/05)

Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres

Kindergeld wird grundsätzlich höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt. Für die Jahrgänge 1981 bis 1983 gab es jedoch eine Übergangsregelung: So erhielten Kinder, die bis zum 01.01.1982 (einschließlich) geboren wurden, bis zur Vollendung ihres 27. Lebensjahres Kindergeld – zwischen dem 02.01.1982 und dem 01.01.1983 geborene Kinder bis zur Vollendung ihres 26. Lebensjahres.

Diese Übergangsregelung ist letztmalig in 2010 ausgelaufen, wenn die Jahrgänge von 1982 und ein womöglich abgeleisteter Wehr- oder Zivildienst (seit 01.07.2011 ausgelaufen) berücksichtigt werden. Für alle Kinder, die seit dem 02.01.1983 geboren sind, gilt die neue Altersgrenze von 25 Jahren.

Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus

Nur unter zwei Voraussetzungen wird Kindergeld auch nach der Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt:

  • wenn das Kind den gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausgeübt hat
  • wenn es sich um ein behindertes Kind handelt

Kindergeld bei Grundwehrdienst, Zivildienst oder bei einer Tätigkeit als Entwicklungshelfer

Zum 01.07.2011 ist die Wehrpflicht ausgelaufen. Die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes erhöht die Bezugsdauer von Kindergeld nicht, denn hierbei handelt es sich um einen Dienst, der – wie der Name schon sagt – freiwillig abgeleistet wird.

Eine das 25. Lebensjahr überschreitende Auszahlung von Kindergeld an Kinder in Berufsausbildung oder Studium konnte erfolgen, wenn das Kind den gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausgeübt hat.

Der Zeitraum der Dienstableistung wurde dann auf die Altersgrenze von 25 aufaddiert. Darüber hinaus erhöhte eine freiwillige Verpflichtung zum Wehrdienst von höchstens drei Jahren die Kindergeld-Bezugsdauer. Diese verlängerte sich dabei höchstens um die Zeit des gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienstes – während dieser Zeit haben die Eltern jedoch kein Kindergeld erhalten.

Kindergeld bei Behinderung

Sollte die Behinderung eines Kindes ursächlich dafür sein, dass das Kind seinen Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften kann, wird das Kindergeld unter Umständen ohne Altersgrenze über das 25. Lebensjahr hinaus gewährt. Das jährliche Einkommen des Kindes darf dabei aber den Grundfreibetrag nicht überschreiten.

Mehr Details zu diesem Thema gibt es unter Kindergeld bei Behinderung.

Wegfall der Einkommensgrenze

Seit dem Jahr 2012 gibt es keine Einkommensgrenze mehr, die einen Einfluss auf den Kindergeldanspruch volljähriger Kinder hat. Bis Ende 2011 lag die Einkommensgrenze bei 8.004 Euro jährlich. Jetzt richtet sich der Kindergeldanspruch nach dem Ausbildungsstatus des volljährigen Kindes. 
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Sonntag, 26 November 2017 08:53

Kindergeldantrag

kg antrag

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Sonntag, 26 November 2017 08:22

Kindergeldanspruch

kg anspruch

Publiziert in Kindergeld
Donnerstag, 23 November 2017 17:21

Bundeskindergeldgesetz (BKGG)

bkkg

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